Wer arbeitet morgen?

Wer arbeitet morgen?

Till Koeppel , Julia Gindl

German
Lightning Talk
Media & Public Sphere
#Arbeit #Journalismus #KI
Eine Rechtsauskunft per Mausklick, visualisierte Baupläne in Sekunden, Infos von KI-Chatbots zum Weltgeschehen. KI übernimmt menschliche Arbeit, beim Informieren und in Medienhäusern. Arbeitet in den Redaktionen von morgen Kollegin KI oder ein echter Mensch, und wer liefert glaubwürdige Infos?

In der ORF Redaktion steht uns ein KI-Programm zur Verfügung, mit dem wir Audios verbessern, Interviews transkribieren oder Texte generieren und zusammenfassen. Manchmal haben wir aber auch das Gefühl, dass wir aufhören eigenständig zu denken, sobald wir Kollegin KI befragen. 

Der ORF hat klare Regeln in seinen KI-Guidelines formuliert, wie Redaktionen KI-Tools für verantwortungsvollen und glaubwürdigen Journalismus einsetzen dürfen. Wir erzählen über KI in unserem Arbeitsalltag und fragen, wie Redaktionen mit KI umgehen sollen. Bei der APA werden KI-Tools etwa nur assistierend eingesetzt - denn sonst hätten Nachrichtenagenturen bald ein Legitimations- und Glaubwürdigkeitsproblem, findet Katharina Schell, stellvertretende Chefredakteurin der APA.

Unsere Recherche für die Digital.Leben-Serie „Wer arbeitet morgen“ zeigt auch: Kollegin KI sorgt schon jetzt für großen Leistungs- und Erwartungsdruck in verschiedenen Branchen, das haben uns unter anderem eine Architektin, ein Anwalt und ein Programmierer erzählt. Sie alle verwenden KI-Systeme, die Teile ihrer Arbeit weitaus effizienter erledigen. 

Wenn eine KI-Bildsoftware in wenigen Minuten 100 Modelle eines Gebäudes erstellen kann und eine Anwalts-KI Dokumentenberge und Urteile bereits heute viel effizienter durchsucht - wer arbeitet dann morgen, die Maschine oder doch der Mensch? 

Julia Gindl und Till Koeppel zeigen, wie KI unseren Arbeitsalltag in Österreich schon verändert.