Demokratie ist kein Selbstläufer. Eine Abrechnung.
A*schknapp. Gerade nochmal vorbeigeschrammt an einer rechtsextrem geführten Regierung. Neue Koalition, aufatmen, weitermachen, als wäre nichts gewesen.
Österreich hat eine bemerkenswerte Tradition: Wir schauen zu, bis es zu spät ist – und fragen dann, wie es so weit kommen konnte. Rechtsaußen ist über Jahrzehnte zur stärksten Kraft geworden, während Expert*innen analysierten, Medien beobachteten und viele auf den richtigen Moment warteten. Der Moment war die ganze Zeit.
Und jetzt, in dieser Atempause – geborgter Zeit, keine Lösung – droht dasselbe wieder.
Dieser Vortrag ist Weckruf, Abrechnung und Werkzeugkiste zugleich: eine Bestandsaufnahme, wo wir es besser wussten und trotzdem nicht gehandelt haben, und drei konkrete Hebel, mit denen Selbstwirksamkeit statt Ohnmacht entsteht. Demokratie ist kein Zustand, den man verwaltet. Sie ist eine Praxis, die man täglich neu erarbeitet.
Für alle, die noch glauben, das betrifft sie nicht. Und für alle, die wissen, dass die geborgte Zeit irgendwann abläuft.