Männlich, weiblich, unsichtbar: KI und die blinden Flecken der Medizin
Künstliche Intelligenz gilt als Schlüsseltechnologie für die Medizin der Zukunft. Sie verspricht präzisere Diagnosen, personalisierte Therapien und effizientere Versorgung. Erst kürzlich zeigte eine Harvard Medical Studie dass ein Open AI Modell deutlich häufiger die richtige Diagnose in medizinischen Notfällen liefern konnte als menschliche Ärzt*innen. Doch welche Auswirkungen hat KI auf den Gender Health Gap – die systematische Benachteiligung von Frauen und anderen unterrepräsentierten Gruppen im Gesundheitssystem?
Der Vortrag beleuchtet, wie medizinische KI-Systeme entstehen, welche Daten sie nutzen und warum bestehende Ungleichheiten dabei oft unbemerkt in Algorithmen übernommen werden. Von fehlerhaften Diagnosen über unzureichend repräsentierte Patientengruppen bis hin zu geschlechtsspezifischen Versorgungslücken zeigt sich: KI kann bestehende Probleme verstärken – oder zu ihrer Lösung beitragen.
Anhand aktueller Beispiele aus Forschung und Praxis diskutieren wir, was es braucht um eine gerechtere Gesundheitsversorgung zu schaffen und somit langfristig den Gender Health Gap zu schließen.