Raus aus dem patriarchalen Auto, rein in die femistische Mobilitätsdiversität! Re-inventing the bike as a tool of individual freedom.

Raus aus dem patriarchalen Auto, rein in die femistische Mobilitätsdiversität! Re-inventing the bike as a tool of individual freedom.

Katja Diehl , Elisabeth Sturm , Katja Diehl

Deutsch
Workshop
Politik & Gesellschaft
#Aktivismus #Feminismus #Nachhaltigkeit #Teilhabe & Zugang
Das Auto gilt als Inbegriff von Freiheit. Doch wessen Freiheit? Und auf wessen Kosten? Dieser Workshop erkundet das Fahrrad als feministisches Werkzeug - und fragt, welche Strukturen, Körper und Lebensentwürfe dabei immer noch ausgeblendet bleiben.

Freiheit ist im Mobilitätsdiskurs ein politisch besetzter Begriff. Seit Jahrzehnten wird das Automobil als Verheißung individueller Unabhängigkeit vermarktet - während gleichzeitig strukturelle Abhängigkeiten produziert werden: Wer kein Auto fährt oder fahren kann, ist abgehängt. Wer auf dem Land lebt, pendeln muss oder Carearbeit trägt, ist besonders betroffen.

 

Das Fahrrad hat eine eigene, oft vergessene Geschichte als Befreiungsinstrument - nicht zufällig korrelierte der Radfahrboom Ende des 19. Jahrhunderts mit der Frauenbewegung. Doch  auch der zeitgenössische Raddiskurs ist nicht perfekt: Zu oft männlich sportiv, zu oft nicht auf weibliche Bedürfnisse von Sicherheit abgegolten in der Infrastruktur – und zu oft akzeptiert, auch von weiblich gelesenen Menschen.

 

Dieser Workshop richtet sich an Menschen, die das Fahrrad aus unterschiedlichen Perspektiven kennen und vielleicht genau deswegen nicht nutzen – weil sie als Menschen mit Einschränkungen, als Eltern, als Menschen, die lange nicht oder noch nie Rad gefahren sind, nicht mitgedacht werden. Wir wollen diese informieren und empowern, dagegen aufzubegehren und das Recht auf Rad einzufordern, beginnend vor der eigenen Haustür - durch Erarbeitung einer gemeinsamen  intersektionalen Perspektive auf Mobilitätsfreiheit.