Ist das Social-Media-Verbot "für’n Arsch"? - Was es statt Verboten wirklich braucht

Ist das Social-Media-Verbot "für’n Arsch"? - Was es statt Verboten wirklich braucht

Magdalena Bauer , Thomas Prager , Niklas Legler , Safiye Stanfel

Deutsch
Podiumsdiskussion
Politik & Gesellschaft
#Digitalpolitik #Journalismus #Plattformen #Teilhabe & Zugang
Ein Social-Media-Verbot für Jugendliche klingt sinnvoll, ist es aber nicht. Die Probleme bleiben: Süchtig machende Algorithmen, problematische Inhalte und unkritischer Konsum. Für Jugendliche, genauso wie für Erwachsene. Wir diskutieren, was es stattdessen wirklich braucht.

Social-Media-Verbote für Jugendliche sind politisch im Trend. Aber sind sie mehr als Symbolpolitik? Ein Verbot für unter 14-Jährige löst keines der Probleme, die Social Media verursacht: Es ändert nichts an den Inhalten, die dort veröffentlicht werden, verändert keine Algorithmen, und die Plattformen verdienen weiter an unserer Aufmerksamkeit. Statt über die Macht der Tech-Konzerne zu sprechen, wird über das Alter ihrer Nutzer:innen diskutiert. Dazu kommen ernsthafte Datenschutz-Bedenken: Wer Altersgrenzen kontrollieren will, muss sensible Daten sammeln. Wir glauben, das Problem ist nicht, dass Jugendliche Social Media nutzen, sondern wie die Plattformen funktionieren. Statt Jugendliche aus dem Diskurs auszuschließen, braucht es echte Regulierung von Plattformen und vor allem: Medienkompetenz. Darüber diskutieren wir mit einem Experten aus der Medienbildung, einem Schüler & Datenschutz-Enthusiast und einer Social-Media-Produzentin von schule.stabil, der digitalen Schüler:innenzeitung aus 2026.