Investigativjournalismus als Handwerk: Wieso Medien alte Recherche-Techniken lernen müssen, um die liberale Demokratie zu retten

Investigativjournalismus als Handwerk: Wieso Medien alte Recherche-Techniken lernen müssen, um die liberale Demokratie zu retten

Florian Klenk

Deutsch
(Kurz-) Vortrag
Medien & Öffentlichkeit
#Demokratie #Desinformation #Journalismus
Florian Klenk, Jurist, Podcaster, Buchautor, Investigativjournalist und Chefredakteur des FALTER, spricht über die Methoden und die demokratische Bedeutung des investigativen Journalismus.

Anhand konkreter Fälle – darunter der Tod von Insassen in österreichischen Haftanstalten – zeigt er, wie Recherchen entstehen: von der ersten Hypothese über das Auffinden von Quellen und Informanten bis zur Konfrontation mit Behörden und Mächtigen.

Klenk gibt dabei seltene Einblicke in das vergessene Handwerk des Investigativjournalismus: in die Kunst, relevante Informationen zu erkennen, Akten zu lesen, Quellen zu prüfen und verborgene Zusammenhänge sichtbar zu machen. Er erklärt, warum investigative Arbeit sich grundlegend vom hektischen Tagesjournalismus unterscheidet: Sie braucht Zeit, Präzision, Fachwissen und Beharrlichkeit. Investigative Journalistinnen und Journalisten arbeiten wie Forscher – sie rekonstruieren Zusammenhänge, die andere übersehen.

Der Vortrag zeigt, wie aus scheinbar unsichtbaren Details gesellschaftliche Debatten, Reformen und manchmal sogar neue Regeln entstehen können – und warum investigativer Journalismus heute wichtiger ist denn je, um Rechtsstaat und liberale Demokratie zu stärken, zu verteidigen und zu erklären.