Der Algorithmus in unserem Kopf: Warum wir identisches Verhalten unterschiedlich bewerten
Wir treffen täglich unzählige Urteile über andere Menschen - im Berufsleben, in politischen Debatten, im Familienalltag oder auf Social Media. Dabei verlassen wir uns auf unser Bauchgefühl und halten unsere Einschätzungen meist für fair und objektiv. Doch das sind sie erstaunlich selten.
Identisches Verhalten wird oft völlig unterschiedlich bewertet, je nachdem wer es zeigt. Aus Führungsstärke wird plötzlich Arroganz, aus Ehrgeiz Egoismus und aus Emotionalität wird Hysterie. Warum klingen "Familienmutter" und "Dramaking" sofort seltsam, während Familienvater und Dramaqueen völlig selbstverständlich wirken?
Mit humorvollen Rollenumkehrungen, interaktiven Gedankenexperimenten und überraschenden Forschungsergebnissen deckt dieser Vortrag die ungeschriebenen Regeln auf, nach denen wir urteilen - und zeigt, warum sie selbst in einer aufgeklärten Gesellschaft entscheidend beeinflussen, wem wir Kompetenz zuschreiben, wer Karriere macht, welche politischen Entscheidungen getroffen werden und weshalb selbst künstliche Intelligenz nur so objektiv sein kann, wie die Menschen, von denen sie lernt.