Jenseits von Souveränität: Offene & demokratische digitale Zukünfte
Katja Mayer , Leonhard Dobusch , Sandra Barthel , Astrid Mager
Offene Infrastrukturen ermöglichen Kollaboration, Innovation, öffentliche Rechenschaftspflicht und demokratische Teilhabe. Angesichts der jüngsten geopolitischen Entwicklungen wird der Ruf nach digitaler Souveränität in der EU-Politik daher immer lauter. Gleichzeitig sind offene Wissens-Infrastrukturen zunehmend Zielscheibe von kommerzieller Ausbeutung, wie, zum Beispiel, durch das Abgreifen von offenen Netzinhalten oder Wissensressourcen, um Künstliche Intelligenz (KI) zu trainieren.
In der Diskussion wollen wir Möglichkeiten, Herausforderungen und Strategien hin zu offenen, partizipativen digitalen Infrastrukturen auf EU Ebene, im Mediensektor, und im Wissenschaftsfeld ausleuchten. Wir wollen Offenheit dabei nicht auf rein technische Fragen reduzieren, sondern als kontinuierliche soziale, institutionelle, und rechtliche Praxis verstehen, die immer wieder neu ausverhandelt – und erkämpft – werden muss.
Ausgangspunkt für die Diskussion sind zwei aktuelle Publikationen, an denen die Panelists mitgewirkt haben:
The Politics of Open Infrastructures (Mayer K., Mager A., Ridgway R.): https://www.openbookpublishers.com/books/10.11647/obp.0528
ABC der Offenheit (Wikimedia Österreich): https://wikimedia.at/wp-content/static/abc_der_offenheit.pdf