Die zweite Welle von AI-Slop. Vom Misstrauen gegen AI-Bilder zum Misstrauen gegen die gesamte digitale Medienlandschaft.
Als die ersten AI-generierten Bilder und Videos, gerne auch „AI-Slop“ genannt, auf Social Media erschienen, war die Öffentlichkeit noch belustigt: Der „Will Smith Eating Spaghetti Test" war bezeichnend dafür: Jede generative Videokopie, die ein AI-Tool von Will Smith beim Spaghetti-Essen zu erstellen versuchte, wurde zu einem ästhetischen Desaster. Bis jetzt.
Mit den neuen generativen AI-Tools verschiebt sich nun aber die Wahrnehmung dieser AI-generierten Bilder und Videos: Sie sind in ihrer Ästhetik und inneren Logik nicht mehr von Medien zu unterscheiden, die „echte" User:innen erzeugt haben. Politiker:innen wie Trump oder Netanyahu nutzen diesen Umstand regelmäßig in ihrer digitalen Propaganda.
Während sich in der ersten Welle von AI-Slop das Misstrauen gegen die AI-Bilder selbst richtete, richtet sich in der zweiten Welle das Misstrauen nun gegen alle Bereiche, in denen AI-Slop potenziell erscheinen kann: Newsfeeds, Websites, etc.
Für Medienproduzent:innen wird in Zukunft die Herausforderung darin bestehen, wie man menschliche „Spuren“ in Medien neu denken und sichtbar machen kann, um sich von AI-generierten Medienmassen abzugrenzen und die Integrität des digitalen Raumes zu sichern.